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Melbourne - VIC

Thursday, 16. december 2010 4 16 /12 /Dez. /2010 05:16

 

Melbourne! Was für eine Stadt!

 

Als ich zuerst in Melbourne angekommen bin, wusste ich nicht recht was ich mit dieser Stadt anfangen sollte. Es gibt keine großen Touristenattraktionen und keine echten Must-See-Plätze. Kurz: als Tourist steht man ein bisserl auf verlorenem Posten. - So ging es mir in den ersten Tagen, da ich anfangs - aus Mangel an Couchsurfing-Angeboten in ein Hostel einchecken musste und mehr oder weniger auf mich selber und die Touristeninformation angewiesen war. - Ich war nicht beeindruckt.

 

Glücklicherweise fand ich am zweiten Tag Max (der Name bürgt ja für Qualität) ;-). Er hat mich in seiner kleinen Stadtwohnung für die verbleibenden 5 Tage aufgenommen - und ab da ging's ab! Durch ihn hab ich dann auch noch Bree getroffen - auch eine Couchsurferin aus Melbourne - die mir dann die "Insider-Platzerl" der Stadt gezeigt hat. Coole Nebenstraßen mit Cafès und Graffiti - Kunst, kleine versteckte Kunstgalerien usw. Das sylische und abgedrehte Melbourne halt von dem man soviel hört.

 

Angeregt dadurch, hab ich auch einige Tage damit verbracht mich durch die vielen Ausstellungen und Museen der Stadt zu arbeiten - nicht umsonst wird Melbourne auch die Kulturhauptstadt Australiens genannt.

 

Dann kamen noch Martina und Ulli - zwei Deutsche Mädels (naja, Bayern eigentlich) mit Max und denen zweien bin ich dann ins Nachtleben Melbourns abgetaucht. - Und da ist das Angebot schlicht unerschöpflich. In allen Teilen der Stadt gibt es Partystraßen und Clubs soweit das Auge reicht - und das haben wir ausgenutzt und uns die Nächte um die Ohren geschlagen.

 

Vielmehr gibt es eigentlich zu dieser Stadt nichtmehr zu sagen außer:

 

Um Melbourne zu sehen genügt ein Tag,

Um Melbourne zu erleben ist ein Jahr zu kurz.

 

Bilder:

melbourne melbourne

von Max
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Wednesday, 8. december 2010 3 08 /12 /Dez. /2010 05:43

 

Goodbye Sydney!

 

In den letzten Wochen habe ich die Stadt kennen und lieben gelernt. Nicht nur leben dort einige Menschen, die mir lieb und teuer sind, sondern die Stadt an sich hat mich mit ihrer Schönheit und Energie vollständig vereinnahmt. Besonders beeindruckend war für mich der Kontrast den Sydney in so vielerlei Hinsicht bietet. Am augenscheinlichsten wird das, wenn man sich vom Zentrum i n Richtung Süden bewegt. Man geht die George Street und Martin Place runter und befindet sich mitten im Trubel des Großstadtlebens mit all seinen Facetten - Anzüge, beschäftigt dahin laufende Menschen und Touristen. In genau dieser Atmosphäre erreicht man die Macquarie Street, überquert sie und steht mitten in den Royal Botanical Gardens. - Mit einem Schlag ist es still und eine entspannte Ruhe umfängt einen - und man hat nur eine einzige Straße überquert. Ich kann wohl behaupten, dass das mein Lieblingsplatz in Sydney geworden ist - ok die Strände sind auch nicht schlecht ;-).  In den botanischen Gärten habe ich dann auch einige meiner letzten Tage in Sydney verbracht - einfach rumwandern, hinlegen, ein Buch lesen - irrsinnig entspannend. Geht man dann noch etwas weiter kommt man in die Royal Domain - eigentlich auch noch ein Teil der riiieeeeesigen Gärten. Dor finden sich dann die Gebäude aus der Gründungszeit Sydneys - und man sieht Gebäude, wie man sie auch in europäischen Altstädten vermuten würde - halt nur ein paar hundert Jahre jünger. Dort hab ich dann einen Kulturtag eingelegt und mir die St. Mary's Cathedral und die New South Wales Art Gallery angeschaut. - Mal etwas zum Kontrastprogramm zum ewigen am Strand rumliegen ;-).

 

Die Weeks-Familie hat mich dann auch noch geben mal was typisch österreichisches zu kochen - und so gab's am Abend (wie könnte es anders sein) Schweinsbraten mit Semmelknödel und Sauerkraut. - Man war durchwegs begeistert.

 

Als dann die letzen Tage immer näher rückten haben die Mädels (Pip und Sharlene) noch mal echt ein starkes Programm abgezogen. Mit Pip gings einen Tag raus auf West Head, eine Landzunge etwas nördlich von Sydney, wo man einen echt geilen Ausblick über die Nationalparks und das Meer hat. - Und es wurde noch besser. Zusammen mit den zwei machten wir einen Tag lang eine Tour die South Coast runter. Erster Stopp Royal National Park. Auf das war ich nicht vorbereitet! Ein kleiner Wasserfall und eine echt coole Lagune wo der Fluss, der über die Fälle runterkommt ins Meer fließt. Schlecht mit Worten zu beschreiben - schaut euch doch die Bilder an! - also erst mal eine Runde schwimmen und ein paar Sprünge den Wasserfall runter! Soooooooooooooooooooooooooooooooooo geil!

 

Kleiner Exkurs:

Woran merkt man, dass seine Freundin schon zu lange Jura studiert?

Man fragt: "Ist das Wasser hier tief genug um vom Wasserfall runter zu springen"

Antwort: "Rein rechtlich gesehen nicht!"

(Verbotsschilder sind überbewertet!)

 

Naja, was soll's - nach dem plantschen an den Wasserfällen ging's weiter runter über den Great Pacific Drive. Das ist auch eine coole Angelegenheit. Ich kann mir das Gespräch der Planer dieser Straße im Vorfeld bildlich vorstellen:

 

"Du! Der Untergrund hier ist irgendwie nicht ganz stabil genug um einen Highway drüber zu bauen!"

"Scheißegal - den bauen wir!"

 

10 Jahre später:

 

"Du! Der Untergrund war wirklich nicht ganz stabil genug!"

"Warum?"

"Der halbe Highway liegt im Meer!"

"Scheiße!"

"Ja, genau."

"Egal, wieder aufbauen!"

"Du! Der ganze Fels ist weg!"

"Kacke!"

"Ja, genau."

"Dann bauen wir auf Stelzen!"

"Hast du einen Vollschatten??!!??"

"Nein, ehrlich Stelzen! - Denk nicht, mach einfach!!"

 

Und so wurde einfach ein Stück Highway auf Stelzen raus ins Meer gebaut - schaut echt geil aus!

(Kuckst du Fotos)

 

Danach sind wir ein eine kleine Ortschaft an der Küste essen gegangen und dann 4 Stunden Fahrt zurück nach Sydney. - Dort haben uns dann schon einige Freunde erwartet und wir sind runter zur Harbour Bridge und haben uns ein nettes Picknick und ein paar Flaschen Wein gegönnt - cooler Tag!

 

Dann war es soweit: mein letzter Tag in der Stadt - oder besser gesagt außerhalb. Ich war nämlich auf dem Weg in die Blue Mountains um dort in 10 Tagen eine buddhistische Meditationstechnik zu erlernen - aber dazu später mehr. Pip hat sich bereit erklärt mich hinzufahren, da ich erst um 6 am Abend dort sein musste hatten wir dann noch den ganzen Tag in Bergen. Da Pip neben ihrem Studium für die National Parks arbeitet, kennt sich natürlich auch dort oben einige echt sehenswerte Fleckerl. So verbrachten wir den Tag an den Wenworth Falls. Also ich hab in meiner Zeit in Australien ja schon einige geile Wasserfälle gesehen aber das hat wirklich alles geschlagen!! Ich hab keine Ahnung wie weit der eigentlich runter geht, aber einige hundert Meter sind das sicher bis ganz in Tal. Pip und ich sind den steilen Felssteig runter geklettert um zum Mittelplateau zu gelangen. (Wer sich noch an meinen ersten Ausflug in die Blue Mountains erinnert, hat vielleicht noch das Bild von den Katoomba Falls in Erinnerung - schaut auch so ähnlich aus, mit dem Plateau und alles, aber ungefähr fünf mal so groß.) Erst waren wir da unten ganz alleine und hatten eine echt geile Zeit: Ein bisserl schwimmen, ein bisserl rumklettern in den Fällen - super!! Anscheinend haben wir dadurch Wanderer vom Weg weiter oben motiviert, die dann auch runter gekraxelt sind um es uns gleich zu tun. Wir haben noch schnell ein paar Fotos gemacht und sind dann wieder rauf. Es wurde dann auch langsam Zeit! Ich musste ins Camp! Pip brachte mich noch hin, schweren Herzens haben wir uns dann schon im vierten Land dieser Erde verabschieden müssen - und für mich begannen die Tage der Stille - im wörtlichen Sinn.

 

Gehört hab ich von diesem Meditationscamp zum ersten mal im Hippiedorf, wo ich die ersten Wochen meiner Australien-Reise verbracht habe. Ein spanisches Mädel hat sich gerade dahin aufgemacht als ich angekommen bin und hat mir davon erzählt. Eigentlich hatte ich es in der Zwischenzeit schon wieder vergessen gehabt. Als der Roadtrip dann aber zu Ende ging und ich mir Gedanken machte, was meine nächsten Schritte in Australien sein werden. Viel es mir wieder ein - und ich hab mich angemeldet.

 

Kurz mal ein paar grundlegende Regeln im Camp:

Der Kurs dauert 10 Tage - die musst du durchziehen, wenn du dich anmeldest. Du wirst vorher ungefähr 10 mal gefragt, ob du dir sicher bist.

Für diese 10 Tage musst du "Edle Stille" bewahren. Das heißt: keine Kommunikation wie auch immer (Sprechen, Gestik, Mimik, Schreiben) - du sollst dich auf dich selber Konzentrieren

Außerdem gilt es noch ein paar buddhistische Grundregeln einzuhalten. Die wichtigste ist: Töte nicht! - Das heißt kein Fleisch und Gelsenstiche hast du gefälligst zu ertragen wie ein Mann!

Damit zum Tagesablauf:

Aufgestanden wird um 04:00 (morgens!!!!) - 2 Stunden Meditieren - Frückstück - 3 Stunden Meditieren - Mittagessen - 4 Stunden Meditieren - Teepause (Abendessen gibt's nicht) - nochmal 3 Stunden Meditieren - und um neun geht's ab ins Bett.

 

Als ich den Essensplan zum ersten mal gesehen habe, bin ich vor Freude fasst auf den Tisch geknallt. Schließlich bin ich ja bekanntermaßen seit Jahren ein riesen Fan von biodynamischem Tofu und zu dünn gebrühten Heißgetränken. Ohne Scherz: Ich hab schon wirklich gut vegetarisch gegessen und hab absolut nix dagegen mal auf Fleisch zu verzichten, aber der Schleim den wir da vorgesetzt bekamen - *pfuispuck*. Aber schließlich soll ja auf jede Form von Genuss verzichtet werden (das schließt Sachen wie Alkohol, Zigaretten, Kaffee oder auch Schwarztee mit ein!!!). Naja - Nach dem dritten Tag Gemüsepampe mit - keine Ahnung was da alles drinnen war - gab's vor lauter Freude kein halten mehr - zumindest für meinen Zwölf-Finger-Darm. So hatte man in den Pausen zumindest was zu tun.

 

Die ersten drei Tage haben wir damit verbracht eine Meditationstechnik zu erlernen die unseren Geist konzentrieren und schärfen sollte. Diese besteht einfach darin seinen Atem zu beobachten - wie er hereinkommt, wie er hinausgeht - 3 Tage lang. Was so einfach klingt ist ungemein schwierig. Wer will kann's ja versuchen. Anfangs schafft man es einige Sekunden lang ohne, dass einem ein Gedanke aus der Konzentration reißt. Gegen Ende der 10 Tage konnte ich dann mehr als eine Stunde in völliger Konzentration ausharren - und war vollständig ruhig. Später erlernten wir die Haupttechnik genannt Vipassana. In groben Worten beobachtet man dabei seinen ganzen Körper und die verschiedenen Regungen die Auftreten, jedes Kitzeln, jedes Kribbeln auf der Haut, Schwitzen, Wärme- und Kälteempfindungen - alles. Gegen Ende des Kurses konnte man einen richtigen Energiefluss durch den ganzen Körper fühlen. Sinn machte das deshalb, weil sich alle "Verknotungen" d.h. Komplexe, angestaute Emotionen, ungesunde Verlangen udgl. sich im Körper irgendwo manifestieren. Durch das schlichte Beobachten bringt man diese vom Unbewussten in die Bewusste Ebene des Geistes und kann sie auflösen. - Und das härteste daran ist: es funktioniert! Für diese 10 Tage heißt das, du durchlebst all deine unangenehmsten Gefühle deines Lebens innerhalb dieser Zeit noch einmal - mit allem was dazugehört. Details kann ich euch ja berichten wenn ich wieder daheim bin. Fakt ist,  dass ich an den ersten drei Abenden so am Boden war, dass ich nicht gedacht hätte, dass ich bis zum letzten Tag durchhalten würde. Dazu kommt, dass man sich ab Tag 4 in den Gruppenmeditationen (3 x am Tag für eine Stunde) nicht mehr Bewegen darf - 1 Stunde Schneidersitz - Hände gefaltet - Augen geschlossen - alles tut dir schon nach einer halben Stunde weh. Es ist also auch körperlich richtig schmerzhaft und anstrengend - das ist aber auch Sinn der Sache. Mann soll lernen auch in schwierigen und schmerzvollen Situationen ausgeglichen und konzentriert zu bleiben. Zusammenfassend kann man sagen, dass das vielleicht eine der schwierigsten Sachen war, die ich in meinem Leben gemacht habe. Wenn du nach diesen 10 Tagen rauskommst und du fühlst diese innere Ausgeglichenheit und eine Leichtigkeit in dir, als wären alle alten Lasten von dir abgefallen und du siehst die breiten Grinsen auf den Gesichtern der anderen Teilnehmer (ca. 100 Leute nahmen Teil), weißt du aber, dass es sich gelohnt hat. So gut wie zurzeit habe ich mich schon seit Jahren nicht mehr gefühlt. Zurzeit schaffe ich es das Meditieren zweimal am Tag aufrecht zu erhalten - mal sehen wie das wird, wenn ich wieder in Österreich bin.

 

Am letzten Tag des Camps, als wir wieder sprechen durften, habe ich dann Nitin kennen gelernt. Er war aus Kuwait aber seine Eltern stammen ursprünglich aus Indien und er studiert zurzeit in Sydney. Mit ihm und einigen seiner Freunde verbrachte ich dann meinen letzten Abend in Sydney und ich durfte auf seiner Couch übernachten. Das coole war, dass er in Marubra wohnt, einem Stadtteil von Sydney direkt am Strand. Da mein Flieger nach Melbourne erst um halb drei nachmittags ging und Nitin auf die Uni musste, hab ich also noch einen schönen Vormittag auf Marubra Beach verbracht.

 

Noch mit Sand zwischen den Zehen bin ich dann ins Flugzeug gestiegen und ab Richtung Süden. Das war gestern. Leider regnet es zurzeit in Melbourne, aber das gibt mir immerhin die Zeit meinen Blog wieder mal auf den neuesten Stand zu bringen.

 

Mir bleiben jetzt noch 5 Tage um Melbourne auszukundschaften, bevor es von hier aus wieder in die Heimat geht! - Wir sehen uns in Kürze!

 

Bilder:

 

goodbye sydney goodbye sydney

von Max
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Saturday, 20. november 2010 6 20 /11 /Nov. /2010 04:14

Von meiner Reise ist das wahrscheinlich der Teil, auf den ich mich am meisten gefreut habe - unter anderem auch deswegen, weil es der einzige Teil ist, den ich genau in dieser Form geplant hatte. Was ich bis jetzt so erlebt habe ist ja eher unverhofft passiert. Andererseits habe ich mich natürlich auf ein Wiedersehen mit Pip und Sharlene gefreut - zwei meiner liebsten Studienkollegen aus Holland-Zeiten. Mit Pip hab ich ja schon einiges erlebt (siehe Album "general crazyness" (Eisschwimmer) auf Facebook oder auch meine Paris Fotos). Sharlene hatte mich ja schon direkt nach meiner Ankunft in Australien in Empfang genommen und mich gleich auf den Conception Day geschleift. Nun war also an Pip mich vom Flughafen abzuholen - und mir Unterkunft zu gewähren. Ich darf also die nächsten Wochen bei ihr und ihrer Familie in einer der Vorstädte von Sydney verbringen.

 

An einem der ersten Tage ging es dann gleich wieder auf die Macquarie University - mal eine Vorlesung dort besuchen - und viel wichtiger abends dann gleich auf die nächste Uni-Party (und es sollten noch mehrere folgen). Diesmal war Beachparty angesagt - und naja vom Outfit her, könnten sich so einige Mädls bei uns ruhig mal inspirieren lassen ;-) .

 

Tags darauf hab ich mir dann was gegeben, zu dem ich daheim noch nie Zeit hatte: "Red Bull Flugtag" im Hafen von Sydney. (Ja, der heißt auch hier FLUGTAG). Das war ein unbeschreiblicher Nachmittag. Tausende verrückte Leute, noch viel verrücktere Fluggeräte und das alles mit Blick auf's Opernhaus , die Harbour Bridge und die Skyline von Sydney - außerdem noch Kaiserwetter - saugeil!!

 

Leider ist es auch auf der Macquarie Uni so, dass man gelegentlich studieren muss, um weiterzukommen. Und zurzeit ist gerade Prüfungsphase - also gestalte ich meine Tagesaktivitäten großteils alleine. Sydney hat da allerdings einiges zu bieten vom obligatorischen Spazieren über die Harbour Bridge, sonnige Nachmittage in den wirklich beeindruckenden Botanischen Gärten oder einem der vielen Stränden, Museen, Märkten oder in Chinatown und im Aquarium. - Langweilig wird's hier nie. Abends steht dann eigentlich immer irgendetwas an. Entweder sind wir zum Essen eigeladen oder wir ziehen mit den Freunden von Pip u. Sharlene um die Häuser.

 

Ein besonders erwähnenswerter Abend war der Abend vor meinem Geburtstag. - Wir gingen ganz gepflegt mit Pip's Familie essen. Also ein ganz kultivierter Start in den Abend. Wir sind dann noch runter an den Strand - und wollten dann eigentlich nach Hause fahren, dachte ich. Eigenartig war nur, dass Pip dann von ihrer Familie verabschiedet hat und mit mir in die andere Richtung gefahren ist. Anscheinend war sie der Meinung, dass so ein Geburtstag besser gefeiert gehört. Einige von ihren Freunden hätten da ein Haus am Fluss und da steige eine kleine Feier, hat sie gesagt. Was mir nicht gesagt wurde war, dass die schon seit Mittags am feiern sind, dass es sich um eine Piratenparty handelt und alle dort mit Booten angetanzt waren. Während des Tagen sind sich halt auf dem Fluss herumgesegelt, gepaddelt oder halt in Tinnys (kleinen Blechbooten) herumgegurkt. - So ein Tinny sollte uns an diesem Abend noch zum Verhängnis werden. Nach einigen Gläschen von etwas, das ich nicht genau identifizieren konnte hielt es Leroy dann für unabdingbar uns beizubringen, wie man mit einer Stilpeitsche schnalzt. Einziges Problem: die ist in seinem Haus - wie gesagt AUF DER ANDEREN SEITE des Flusses. Ich erinnere mich noch etwas gesagt zu haben wie: " Vier Betrunkene um Mitternacht in einem Blechboot - ich kann sowas von sehen wie das ausgeht! - Keine gute Idee!"

 

Ich sollte Recht behalten.

 

Als wir ungefähr auf halben weg waren, wollte Leroy unbedingt demonstrieren, wie ungefährlich sowas doch sei und hat begonnen vorne im Boot auf und ab zu hüpfen. Als das erste Bisserl Wasser über den schaukelnden Bug hereingekommen ist, hat er nur gemeint, dass wäre normal, wir sollten uns keine Sorgen machen. Ich bereue noch heute, kein Foto von seinem Gesichtsausdruck gemacht zu haben, als sich besagter Bug vollständig unter Wasser befand. - Das wäre noch ein würdiges letztes Foto gewesen bevor, genauso wie mein Handy, auch meine Kamera ihr Leben im Salzwasser Sydneys ausgehaucht hat. - Sagen wir mal er war überrascht. Als wir so dahintrieben - mit einer Hand an eine gekenterte Blechbüchse geklammert mit der anderen verzweifelt versuchend unsere Wertgegenstände über Wasser zu halten, schauten Pip und ich uns in die Augen und brachen in schallendes Gelächter aus. - Wir hatten es wieder mal geschafft. - So ein Scheiß kann eindeutig nur uns zwei passieren. - um Mitternacht - an meinem Geburtstag!

 

Kurzum: mit Fotos schaut's in nächster Zeit eher mager aus. Solange ich in Sydney bin, hab ich mir ein Handy und eine Kamera geborgt, für alles weitere hab ich noch keinen Plan. Ich hab jetzt noch 4 Tage in Sydney und dann geht's für 10 Tage ab in die Blue Mountains. Dort nehme ich an einem 10-tägigen Meditationscamp teil und widme mich mal ganz mir selber. Danach noch mal kurz zurück nach Sydney, dann Melbourne und dann geht's eh schon wieder nach Hause!

 

Ich habe eine tolle Zeit hier, freue mich aber auch schon darauf euch alle wieder zu sehen. Lg von der anderen Seite der Welt!

 

Bilder:

 

Sydney Sydney

von Max
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Sunday, 14. november 2010 7 14 /11 /Nov. /2010 12:23

 

Ein Besuch der Josephine Falls war eigentlich garnicht eingeplant - beim Mittagessen auf einem Rastplatz hat uns  ein Lastwagenfahrer aber darauf aufmerksam gemacht, dass sie direkt auf unserem Weg liegen und sie definitiv einen Abstecher wert sind. - Außerdem stand ein kühles Bad in Aussicht, da es sich um schnell fließendes Wasser handelt und sich darum keine Krokodile darin aufhalten. Ansonsten ist mit baden nördlich von Townsville eher nix, weil wie gesagt - da liegen überall Handtaschen drin herum. - Also nix wie hin!  Uns hat dann allerdings ein anderer Bewohner des Flussufers etwas erschreckt: Eine sogenannte  Red Bellied Black Snake, also Rotbäuchige schwarze Schlange, wie sie unser Australisches Landmädl gleich identifiziert hat - zwar äußerst giftig, wenn man sie in Ruhe lässt aber nicht aggressiv. - Also nix wie rein ins Wasser!!

Wir hatten außerdem noch Glück, denn als wir ankamen war es noch früh genug für eine Runde schwimmen, aber auch schon spät genug, dass sich keine anderen Touristen mehr dort herumtrieben. Also hatten wir dieses wunderschöne Fleckchen Erde ganz für uns allein. Nach ungefähr einer Stunde an den Wasserfällen ging es zu unserem Nachtlager - dem letzten unseres Roadtrips. Da wir technisch gesehen schon in Cairns waren haben wir uns dann gegenseitig erlaubt, uns endlich zu rasieren - ich hatte noch nie so gerne einen Rasierer in der Hand!

 

Bilder:

Josephine-Falls Josephine-Falls

 

Am nächsten Tag dann: Ankunft in Cairns!!!! YUHU!!!!! - Erstmal haben wir uns in ein kleines Café zurückgezogen und geschätzte 2 Stunden damit verbracht alle Fotos hin und her zu tauschen (bei 4 Leuten kann das schon dauern - die die hier im Blog online sind, sind übrigens nur ein Teil von meinen eigenen). Während die Franzosen ihre neuen Begleiter vom Flughafen abgeholt haben, hat Josie ihre Freundinnen in Cairns angerufen und wir sind auf ein paar Bierchen an eine Poolbar verschwunden. Danach schnell Rucksack ausgeladen - über die Straße marschiert und ins erstbeste Hostel eingecheckt: 15 $ die Nacht - Abendessen inklusive - PAAASST!! (nur für die Statistik: das erste mal auf meiner Tour, dass für ein Hostel bezahle!!!!!)

 

Im Hostel hab ich dann auch gleich meine Trips für die kommenden 2 Tage gebucht: einen Tag tauchen und schnorcheln am Riff und einen Tagestrip zum Cape Tribulation. Und so ging es tagsdarauf raus aufs Meer - wieder mal. Getaucht und geschnorchelt wurde dann an zwei verschiedenen Stellen am Riff - jedes mal einfach überwältigend - riesige Korallen, Farben und Bunt uuuuuuuuunnd Fisch (hoffe, dass die Bilder von der unter-Wasser-Kamera was werden).

 

Am nächsten Tag ging es dann nach Cape Tripulation. Leider war das Wetter nicht ganz auf meiner Seite - es war leider etwas zugezogen, aber sonst ein echt geiler Ausflug.

Erste Station Wildlife Park: Krokodile füttern und Kängurus streicheln (um das auch mal erledigt zu haben ;-) )

Danach ein kurzer halt an einem Fluss und eine Stunde wandern dort um uns dann weiter nach norden zu bewegen - Daintree Regenwald! Geführte Regenwaldtour! - Also auf dieser Insel leben ein paar echt eigenartige Geschöpfe - Von bunten Riesenkäfern bis hin zu gehenden(!!!) Bäumen - strange!

Der coolste Part des Trips war dann eine Wildlife Tour auf dem Daintree River: Wilde Krokodile vom Boot aus zu beobachten hat schon was!

 

Abends war dann Pary in Cairns angesagt! Im Woolshed, wo wir immer unser gratis Essen vom Hostel bekommen haben war Ladies Night und einige deutsche Mädls aus dem Hostel wollten Abschied feiern, da sie am nächsten Tag ins Outback arbeiten gefahren sind. Und natürlich wurde ich ausgelost um bei "Meal or no Meal" (was ein Kracher Titel!! - ich schmeiß mich weg!!) mitzuspielen. - Nix gewonnen, aber ein übergroßes Namensschild hilft anscheinend sehr beim Leute kennenlernen - war dann auch ein lustiger und langer Abend und ein gelungenes Ende meines Road Trips. Am nächsten Tag dann ab ins Flugzeug und auf nach Sydney!!

 

Mehr dazu ein anderes Mal!

 

Bilder:

cape-trip & cairns cape-trip & cairns

von Max
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Friday, 5. november 2010 5 05 /11 /Nov. /2010 04:59

 

Nach einigen Tagen auf Mick's Schrottplatz konnten wir unsere Reise fortsetzen. Um dem Zeitverlust entgegenzuwirken machten wir uns direkt in Richtung Airliie Beach auf (ca. 900 km). Ganz haben wir das dann doch nicht geschafft und mussten notgedrungen auf einer Rest Area schlafen - für drei von uns kein Problem. Doch für Josie schon - und so wird uns diese Nacht in Erinnerung bleiben als die "Nacht der Kröten". Auf unserem schicken Schrottplatz in Rainbow wurden wir noch vorgewarnt, dass ein Frosch in der Toilette lebt - hier stießen wir unvorbereitet (und zu Josies Entsetzen) auf hunderte von giftige Kröten. Giftig aber nur wenn man sie isst, ich hatte das aber ohnehin nicht vor und nicht mal die Franzosen zeigten besonders großen Appetit auf die grünen Hüpfer. - Problem gelöst sollte man meinen. FALSCH! Josie weigerte sich energisch auch nur einen Fuß auf den Rasen zu setzen! - Uns war's recht. Josie hat dann halt auf der Bank stehend gekocht (von der fixen Idee besessen sie würde beobachtet und jedes mal hysterisch aufschreiend, wenn sich so ein Tier auch nur in ihre Sichtweite bewegte) ;-) - einige lustige Fotos sind an diesem Abend entstanden.

 

Am nächsten Tag sind wir dann in Airlie angekommen, von wo aus die Franzmänner und ich auf Segeltour um die Whitsunday Islands gingen. Das waren 3 echt geile Tage: Altes Rennsegelboot unterm Arsch, auf wirklich coolen Stränden gelandet, Schnorcheln und Tauchen am Great Barrier Reef (fast schon unrealistisch schön) und Abends noch Party am Boot - wie geil!!!!! Vielmehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen außer WOW!!! - aber Bilder sagen ja bekanntlich eh mehr. (Übrigens: Was Josie in der Zwischenzeit gemacht hat weiß ich zwar nicht, aber ich gehe stark davon aus, dass sich Australiens Krötenpopulation in diesen Tagen drastisch reduziert hat. ;-) )

 

Müde, ordentlich eingesalzen und sonnengegerbt haben wir uns gleich am Tag unserer Rückkehr von den Whitsundays auf den weg nach Townsville gemacht. - Um sofort am folgenden Morgen aufs nächste Boot zur nächsten Insel zu hüpfen - Magnetic Island! Josie wollte nur ein bisserl spazieren gehen - also hat sie sich gleich wieder von uns  verabschiedet. Die Franzosen und ich haben uns auf der Insel erst mal einen fahrbaren Untersatz gemietet (naja - also die Franzosen gemeinsam eine Vespa und ich ein Geländemotorrad). Dementsprechend unterschiedlich haben dann auch unsere Touren auf der Insel ausgeschaut, während die Franzosen die kleinen Touristenörtchen aufgekundschaftet haben, bin ich auf den Schotter- und Sandpisten zu den sonst nicht erreichbaren Stränden und ins Hinterland raus gebrettert. - Die paar Dollar extra für einen halbwegs ordentlichen Hobel haben sich echt gelohnt! Keine Wolke am Himmel - geile, fast endlose, rote Strände - und keine Menschenseele außer mir! So macht das Spaß! - Etwas später habe ich die Jungs dann wieder getroffen und wir sind zu einer alten Inselfestung aus dem 2. Weltkrieg raufmarschiert. - Anschließend gings dann noch zu den Rock-Wallabys. Die leben auf Magnetic Island in den Felsen am Strand und sind einigermaßen an Touristen gewöhnt. Echt süß die kleinen.

 

 


 

 

 

Fortsetzung folgt ...

 

Bilder:

Roadtrip Woche 3 Roadtrip Woche 3

von max-in-austrialia.over-blog.de
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